
Hier erfahrt ihr einiges über euren Liebling, dass euch bei der Arbeit nützlich ist.

Die Informationen kommen zum großen Teil von euch. Wenn ihr Fragen habt, oder noch mehr zu einzelnen Themen wisst, dann schreibt mir eine Email.
Also, das Hauspferd, so wie wir es kennen, gehört rein wissenschaftlich* gesehen, zur Gattung der Pferde (Einhufer) und stammt ursprünglich vom Wildpferd ab.
*Wissenschaft ist der Bereich in dem alle Informationen zu Tieren, Menschen, Pflanzen,der Erde, usw. zusammengetragen und festgehalten werden. Die Erkenntnisse werden dann durch die Forschung weiterentwickelt.
Allein in Deutschland gibt es über 1 Million Hauspferde und es gibt über 300 verschiedene Pferderassen.
Auf dem Bild unten könnt Ihr mal die ganzen Bezeichnungen der Körperteile eines Pferdes erkennen.
NA, seit ihr unten angekommen, dann seht ihr die vier Hufe, wußtet ihr schon, dass der Huf eines Pferdes nicht sein Fuß, sondern nur sein Zehennagel ist? Vergleichbar mit dem Menschen steht das Pferd sein Leben lang auf Zehenspitzen. Toll, oder?
Farblich werden Pferde folgendermaßen unterschieden:
Braune
Bei der Farbe "Braune" ist das Deckhaar braun, die Mähne, der Schweif und der untere Bereich der Extremitäten schwarz.
Daneben gibt es folgende Abstufungen:
- hellbraun (Füße oft gelbbraun)
- kastanienbraun
- dunkelbraun (rötlichbrauner Kopf und Flanken)
- schwarzbraun (bräunliche Aufhellungen im Maul- und Flankenbereich.
Falben
Falben sind bei Kulturrassen eine ehr selten anzutreffen Färbung. Für Wildrassen ist diese Färbung jedoch typisch. Bekannter Vertreter ist das norwegische Fjordpferd. Zumeist wird die Färbung von einem dunklen Streifen am Rücken (dem "Aalstrich") begleitet .Folgende Farbtönungen kommen vor;
- Gelbfalbe
- Graufalbe (graues Deckhaar, dunkles Langhaar)
- Rotfalbe (Deckhaar und Langhaar rötlich bis gelb)
- Braunfalbe (braunes bis rotes Deckhaar, schwarzweiß meliertes Lanhaar)
Füchse
Füchse besitzen rotes Deckhaar, eine rote Mähne und einen roten Schweif. Dabei gibt es folgende Tönungen:
- Lehmfuchs (Lang- und Deckhaar lehmfarben)
- Hellfuchs (Deckhaar hellrot, Mähne und Schweif zumeist heller)
- Dunkelfuchs (dunkel- bis rotbraunes Deckhaar, schmutzigbraunes Langhaar)
- Goldfuchs (goldgelbes Deckhaar, metallisch glänzend, meist dunkleres Langhaar)
- Kohlfuchs (schwärzlich braunrotes Deckhaar, dunkles Langhaar).
Rappen
Rappen sind von Kopf bis Fuß schwarz und kommen infolgenden Varianten vor:
- Glanzrappe (tiefchwarzes Deckhaar mit metallischem Glanz)
- Sommerrappe (im Winter bekommt das Deckhaar einen rötlichen Schimmer, im Sommer ist es tiefschwarz).
Durch die gänzliche Schwarzfärbung an Maul und Flanken unterscheidet sich der Rappe vom Schwarzbraunen.
Schecken
Schecken (Plattenschecken) besitzen größere Platten mit weißem Haar, welche das normale Deckhaar unterbrechen. Dabei wechseln hellere Platten auf heller Haut mit dunklen Platten auf dunkler Haut ab. Bekannte Scheckenformen sind:
- Tobiano (große Flecken)
- Sabino (weiße Beine, zerrissene Scheckung, große Abzeichen am Kopf)
- Frame-Overo (dunkle Beine, große Abzeichen am Kopf, keine Rückenflecken)
- Splashed white (weiße Beine, ruhige klare Flecken, blaue Augen
Schimmel
Der Schimmel besitzt nur wenig dunkle, aber viele weiße Haare in Mischung im Deckhaar bei einer dunklen Haut.
Man unterscheidet zwischen unveränderlichem Schimmel (dunkles Fohlen, das sehr schnell die Schimmelfarbe annimmt) und veränderlichem Schimmel (dunkle Fohlen, die sich erst im Laufe ihres Lebens umfärben). Dabei gibt es diese Varianten:
- Der Apfelschimmel, im Gegensatz zum Schimmel ist der Apfelschimmel nicht völlig weiß sondern meist grau meliert oder gepunktet. Meistens werden Apfelschimmel mit zunehmendem Alter (bis zu 10 Jahren) völlig weiß und gelten dann als oben genannter Schimmel. Es gibt aber auch Tiere deren Fell immer graudurchwirkt - sogar relativ dunkel - bleibt.
- Fliegenschimmel (rot- oder schwarzbraune Flecken im Vorderteil)
- Forellenschimmel (Flecken am ganzen Körper
Fluchttier mit ausgeprägten Sinnen!
Die Sinne eines Pferdes helfen ihm vor Gefahren gewarnt zu werden. Mit ihrem perfekten Rundumgehör, dem fast 360 Grad Blick und empfindlichen Riechorganen, sind sie perfekt auf das Leben und die Gefahren in der Freiheit eingestellt.
Das Auge/so sieht ein Pferd (Info von Maxi)

Die Augen des Pferdes sitzen seitlich am Kopf, so dass das Gesichtsfeld eines Pferdes fast 360 Grad beträgt. Im vergleich zum Menschen sehen Pferde alles ungefähr 7 x so groß. Farben und Formen (3D) erkennen die Augen nur in gewissem Maße, dabei werden beweglich Dinge viel besser wahrgenommen als stehende. Bildbeschreibung: Der graue Bereich ist der so genannte tote Winkel, (bekannt ist der Name von den Seitenspiegeln beim Auto) hier kann das Pferd nichts sehen. In den gelben Bereichen kann das Pferd sich bewegende Dinge gut erkennen und die Farbe grün zeigt die scharfe Sicht eines Pferdeauges.
Die Ohren des Pferdes sind
wie Antennen, durch viele Muskeln angetrieben bewegen sich die trichterförmig oben auf dem Kopf sitzenden Ohren fast rundum, um auch jedes kleine Geräusch aufzunemen. Dabei hören Pferde wesentlich besser als Menschen, piepst eine kleine Maus unter einem Strohballen in 20 m Entfernung, kann das Pferd, dieses Geräusch wahrnehmen.
Hohe, kreischende Geräusche mögen Pferde überhaupt nicht. Ihr solltet mit ihnen möglichst mit ruhiger, tiefer Stimme sprechen.
Die Nase / Nüstern
Zunächst einmal atmen Pferde durch ihre Nüstern, denn sie können nicht durch das Maul atmen. Durch ihre Nüstern können Pferde aber auch mit dem Wind herangetragene Gerüche aus mehreren Kilometern Entfernung wahrnehmen. Wie bei fast allen Tierarten, dient die Nase aber auch zum Beschnuppern seiner Artgenossen, Menschen und Gegenständen. Außerdem kann man über die Nüstern viel zum Gesundheitszustand des Tieres sagen, bläht ein Pferd die Nüstern und schnaubt stark, nimmt es so mehr Luft auf. Dies passiert, wenn das Pferd sehr nevös ist, oder im Training oder durch Krankheit mehr und schneller atmen muss.
Die Tasthaare
Tasthaare sind die langen, einzeln wachsenden Haare um Maul und Nüstern des Pferdes. Mit ihnen kann das Tier seine unmittelbare Umgebung erforschen, oder auch Fremdkörper aus dem Futter aussortieren.Tasthaare darfst Du niemals abschneiden, da Du dem Pferd sonst eine wichtige Möglichkeit der Wahrnehmung entfernst.
Wenn wir schon bei den Sinnen eines Pferdes sind, können wir auch über dessen Gefühle reden:
Pferde sind keine Sportgeräte, deshalb behandelt Sie auch nicht, wie es Euch gerade passt. Pferde spüren nicht nur Hunger, Durst, Müdigkeit und Schmerz, Sie kennen auch Aufregung, Freude, Zuneigung, Unlust, Langeweile, Angst usw. und sind zu einem gewissen Mass auch fähig, deine Gefühle zu erfassen und darauf zu reagieren. Menschliche Angst nutzen Pferde keineswegs immer zu ihren Gunsten aus. Sie können auch Rücksicht nehmen auf ängstliche Menschen. Manche Pferde gehen gerade mit Kindern besonders behutsam um und passen auf, dass ihnen auch ja nichts passiert. Bist Du einmal sehr traurig, wird Dein Pferd versuchen, Dich durch kleine Nasenstupser wieder aufzubauen.
Die Körpersprache
Du möchtest gerne wissen, wie sich Dein Pferd gerde fühlt?
Mir geht es gut, ich fühl mich wohl
Dein Pferd hat gespitzte Ohren, die zu Dir geöffnet sind. Es blickt Dich interessiert an und hat einen entspannten Gesichtsausdruck. Sein Schweif pendelt locker.
Ich bin sauer, ich mag das nicht!
Jeder hat mal einen schlechten Tag, auch Pferde und die drücken dies aus, indem sie mit den Beinen aufstampfen, den Kopf schütteln und die Ohren anlegen. Je ernster es dem Pferd ist, desto flacher liegen die Ohren am Kopf an. Bleckt es die Zähne, droht es Dich zu beissen. Die Absicht zu schlagen kündigt es durch ein Anheben des Hinterbeins und "Zielen" an. Eigentlich sind Pferde sehr friedfertige Tiere. Sie wehren sich erst dann, wenn sie keinen anderen Ausweg aus einer Bedrohung sehen. Zieh Dich einfach zurück, es beruhigt sich schon wieder.
Oh Mann, hab ich vielleicht Angst!
Hat Dein Pferd Angst, dann reisst es den Kopf hoch und hat eine angespannte Körperhaltung. Seine Augen und Nüstern sind geweitet und der Schweif eingezogen. Wenn das Pferd mit den Augen rollt, so dass man das Weiss im Auge sieht, hat es grosse Angst oder gar Panik.
Aua, mir tut da was weh!
Pferde schreien nicht, wenn ihnen etwas weh tut. Leider erkennt man dadurch oft auch erst sehr spät, dass das Pferd leidet. Vor allem wenn die Schmerzen lange andauern, ist es extrem schwer zu erkennen, dass Dein Pferd leidet. Typisch für Schmerzen sind ein zusammengekniffenes Maul und ein stumpfer, nach innen gekehrter Blick. Unter dem Reiter zeigt sich Schmerz auch durch einen hochgerissenen Kopf und weggedrückten Rücken (Hohlkreuz), ein aufgerissenes Maul und Kopfschlagen. Auch häufiges Buckeln und Durchgehen können Schmerz ausdrücken.
Mir ist ja soooo kalt!
Frieren Pferde, die im Winter oder bei Regen ohne Decke auf der Weide stehen, nicht? Eigentlich nicht, denn Pferde fühlen sich draussen am wohlsten und sind wesentlich weniger kälteempfindlich als Menschen. Ein Pferd, das wirklich friert, zittert. Durch das Muskeltzittern kann es sich selbst wärmen. Dauert das Zittern nicht länger als ein paar Minuten, brauchst Du Dir keine Gedanken zu machen. Hält das Zittern aber länger an, ist dies jedoch ein deutliches Zeichen, dass es dem Pferd zu kalt ist.
Schau mal wie schön ich bin!
Dein Pferd ist gesund, und fühlt sich wohl, es hat einen wachen Blick und glänzendes Fell. Es sieht schön und harmonisch aus und interessiert sich für seine Umwelt. Ein tolles Gefühl für Dich, so einen Freund zu haben!